14 Brandungsangel-Klubs in Namibia

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Brandungsangeln Marderhai
An Namibias Küste geht der Marderhai sehr oft an den Haken der Brandungsangler. Diese Fische sind eine begehrte Beute der Sportangler, da sie einige Kilogramm auf die Waage bringen und damit Punkte für den Sieg. Von der Weltnaturschutzunion (IUCN) wird der Scharfzahn Marderhai als potenziell gefährdet eingestuft.

In Namibia gibt es 14 Brandungsangelklubs, deren Mitglieder vom Strand aus die verschiedensten Fischarten fangen und wieder freilassen. Diese Klubs sind dem namibischen Brandungsangler-Verband (NSAA) angeschlossen, der jährlich fünf Wettbewerbe an der hiesigen Küste veranstaltet. Vom Ministerium für Fischerei und Meeresressourcen sind nur bestimmte Küstenabschnitte zum Brandungsangeln freigegeben. Bei Wettbewerben, die jeweils an einem Tag ausgetragen werden, steht den Teilnehmern ein zehn Kilometer langes Stück Strand zur Verfügung, das die Organisatoren irgendwo in einem genehmigten Abschnitt festlegen.

Durch die Dachverbände NSAA (Namibia Shore Angling Association) und NFSA (Namibia Federation of Sea Anglers) sind Brandungsangler bei der namibischen Sport Kommission (NSC) als Sportler registriert und können somit in den Nationalfarben an internationalen Wettbewerben für Sportangler teilnehmen. Der namibische Meeresangler-Verband (NFSA) ist Mitglied des FIPS-M (Fédération Internationale de Pêche Sportive – Mer), der jährlich internationale Wettbewerbe organisiert.

Brandungsangeln Hai
Es ist keine leichte Aufgabe, einen großen und schweren Breitnasen-Siebenkiemerhai nach dem Wiegen, Markieren und Messen wieder in sein Element zu bringen, denn diese Hai-Art ist sehr beweglich und beißt zu. Von der Weltnaturschutzunion (IUCN) wird der Stumpfnasen-Sechskiemerhai als potenziell gefährdet eingestuft.

Jedes Jahr im März finden über drei Tage die nationalen Meisterschaften statt. Jeder Klub darf eine Mannschaft bestehend aus sechs Anglern, einem Ersatzmann und einem Mannschaftsführer einschreiben. Sieger wird die Mannschaft, die das höchste Gesamtgewicht für die an den drei Tagen gefangenen Fische vorweisen kann. „Alle Fische werden gemessen und so schnell wie möglich wieder ins Wasser zurückgesetzt“, betont der Präsident des namibischen Meeresangeln Verbandes (NFSA), Johan Agenbag. Im Gegensatz zu früher dürfen keine Fischhaken, sogenannte Gaffs, mehr benutzt werden, da damit Fische verletzt und mitunter getötet wurden. Das Gewicht wird nach einer Formel errechnet, die auch die Länge des Fisches berücksichtigt.

Die nationalen Meisterschaften sowie die Klub-Meisterschaften dienen dazu, die nationalen Mannschaften aufzustellen. Es gibt eine Senior Männermannschaft, eine Frauenmannschaft, die Meister (50 bis 60 Jahre), Großmeister (60 Jahre und älter), Junior U21 und Junior U16. Einmal im Jahr messen sich die Mannschaften mit der südafrikanischen Nationalmannschaft, den Proteas. In Südafrika wird diese internationale Meisterschaft nur jedes dritte Jahr ausgetragen, ansonsten in Namibia. Das wurde vereinbart, als Fahrzeuge auf südafrikanischen Stränden verboten wurden. Auch die internationalen Wettbewerbe erstrecken sich über drei Tage, und jeden Tag werfen die Teilnehmer ihre Köder an einem anderen zehn Kilometer langen Strandabschnitt aus.

Zu den Brandungsfischen, die den Sport- und Freizeitanglern regelmäßig an den Haken gehen, gehören die beiden Afrikanische Adlerfisch-Unterarten (Argyrosomus inodorus and coronus), die Westküsten-Streifenbrasse (Lithognathus aureti), Geißbrasse (Diplodus sargus), Galjoen (Coracinus capensis) und Katzenkreuzwels (Galeichthys feliceps). Auch Haie wie der Siebenkiemerhai (Notorynchus cepedianus), der Graue Glatthai (Mustelus mustelus) und der Scharfzahn Marderhai (Triakis megalopterus), der Gewöhnliche Adlerrochen (Myliobatis aquila) und der Geigenrochen (Rhinobatos annulatus) werden gefangen, gemessen und wieder freigelassen.

Dirk Heinrich

Brandungsangeln Namibia
Brandungsangler fangen vom Strand aus die unterschiedlichsten Fischarten. Hier bringt einer der Angler einen großen Afrikanischen Adlerfisch an Land. Die Fische müssen bei Wettbewerben und beim Markieren in kürzester Zeit gemessen und in den Atlantik zurückgesetzt werden.

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