Bei den Holzschnitzern in Okahandja

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Geschnitztes Nashorn, Namibia
Der Markt in Okahandja ist eine Schatzkammer der Holzschnitzereien. Foto: Ron Swilling

Wer von Windhoek nach Swakopmund oder über Otjiwarongo in den Norden fährt, kommt unweigerlich durch Okahandja. Die erste Abzweigung führt zum bekannten Holzschnitzermarkt dieser Stadt. Mit seiner Fülle von handgefertigten Schnitzereien ist der Markt ein geeigneter Ort, um einen Hauch von Afrika zu genießen.

Jack Mbusi Moyo und Fernando (Nando) Kamukwango, zwei Freunde aus der Kavango-Region, die häufig zusammenarbeiten, sind seit 25 Jahren auf dem Markt tätig.

Holzschnitzereien, Namibia
Foto: Ron Swilling

„Jeder hat hier sein Spezialgebiet“, sagt Jack, der meistens Tiere schnitzt. Gerade arbeitet er an einem Elefanten und einem Nashorn. Mit jedem der beiden wird er mindestens eine Woche beschäftigt sein. Zuerst werden Handwerkzeuge benutzt, dann werden die Feinarbeiten mit elektrischen Schleifmaschinen ausgeführt. Für beide Schnitzereien verwendet er das Holz der gebietsfremden invasiven Prosopis (allgemein auch als Süßhülsenbaum oder Mesquitebaum bekannt). Nando schnitzt eine Himba-Figur aus Eukalyptusholz.

„Wir machen uns Gedanken über das Holz, das wir bearbeiten“, erklärt Jack, „und wir ermutigen andere Schnitzer, Holz von invasiven oder gebietsfremden Bäumen zu verwenden.“ Er und Nando bieten den Service an, Prosopisbäume auf Privatgrundstücken zu fällen.

Die beiden Kunsthandwerker haben das Schnitzen von ihren Großvätern gelernt. Sie befürchten allerdings, dass es eine aussterbende Kunst ist, da die jüngere Generation lukrativere Betätigungen sucht.

Holzschnitzer in Okahandja
Foto: Ron Swilling

Der Markt in Okahandja ist eine Schatzkammer der Holzschnitzereien: voller prächtiger Skulpturen, von stilisierten Fischen bis zu lebensgroßen Flusspferden und Nashörnern.

Was liegt den beiden Holzschnitzern am Herzen? Wie im Chor kommt die Antwort: „Machen Sie Halt bei uns, besichtigen Sie einheimische Holzschnitzereien und sehen Sie namibischen Künstlern bei der Arbeit zu.“

Ron Swilling

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