Erste Schauer zum offiziellen Start der Regenzeit 2018/19

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Namibia Regenschauer
April 2018, eine Wolke öffnet sich. In Namibia gilt: Regen bringt Segen. Die Freude über jeden Tropfen ist groß.

Der 1. Oktober ist nach Angaben des namibischen Meteorologischen Dienstes der offizielle Beginn der Regenzeit. Der Zeitraum von Oktober bis Dezember bildet die erste Hälfte der Regenzeit und wird allgemein als „kleine Regenzeit“ bezeichnet. Teil 2, die „große Regenzeit“, folgt im Januar, Februar und März. Pünktlich zum ersten Tag der neuen Regensaison wurden am frühen Morgen in einigen Teilen des Landes die ersten 24-Stunden-Niederschlagszahlen gemessen. Der erste Schauer und sogar ein wenig Hagel fielen am Montagnachmittag in der Hauptstadt, wobei in Klein Windhoek 7 Millimeter gemessen wurden. Die ersten Regenfälle und Gewitter im Land brachten Hoffnung, dass es eine gute Regenzeit wird. Für einige Farmer erwiesen sie sich als Katastrophe, da Blitze ihre Weide in Brand setzten….

Man kann nur hoffen, dass weitere Niederschläge das trockene Gras so nass halten, dass es nicht brennt, und neues grünes Gras wächst. Die frühen Schauer nähren außerdem die Hoffnung, dass die Stauseen genügend Zufluss erhalten, um die Wasserversorgung der Städte zu sichern. Die drei Staudämme Von Bach, Swakoppoort und Omatako, die Windhoek mit Wasser versorgen, sind derzeit nur zu 26,9 Prozent ihrer Gesamtkapazität gefüllt. Im vergangenen Jahr waren es zur gleichen Zeit 43,3 Prozent.

Noch besorgniserregender ist die Situation im Osten des Landes. Die vier Dämme, die Gobabis versorgen – Otjivero Silt, Otjivero Main, Tilda Viljoen und Daan Viljoen -, sind nur zu 5,1 Prozent gefüllt (2017: 12,8%). Das bedeutet, dass von maximal 19.256 Millionen Kubikmetern nur noch 0,973 Millionen/m³ zur Verfügung stehen (2017: 2.473 M/m³).

Der namibische Wasserversorger NamWater gab bekannt, dass alle Dämme im Land am Montag, den 1. Oktober 2018 im Durchschnitt zu 37,2 Prozent ihrer Kapazität gefüllt waren. Das bedeutet, dass sich in allen Staudämmen insgesamt 258.938 Millionen Kubikmeter Wasser befinden. Im vergangenen Jahr waren die Dämme zum gleichen Zeitunkt zu 50,0 Prozent mit 347.741 Millionen / m³ Wasser gefüllt. Bei voller Kapazität kann der Hardap-Staudamm in Mariental 294.593 Millionen/m³ speichern. Das bedeutet, dass das gesamte Wasser in Namibias Stauseen derzeit nicht einmal den Hardap-Damm füllen würde! Namibias größter Damm hat zur Zeit nur 110.214 Millionen/m³ Wasser. Wenn alle 17 Dämme im Land voll sind, lagern sie 695.984 Millionen/m³.

Staudämme Namibia
Wasserstand der namibischen Stauseen in Prozent der Gesamtkapazität

Am Montag dieser Woche gab NamWater den folgenden Prozentsatz für die verschiedenen Dämme bekannt. Der Prozentsatz zur gleichen Zeit des Vorjahres ist in Klammern dargestellt:

Swakoppoort Damm 29,6% (46,3%)
Von Bach Damm 47,8% (71,0%)
Omatako Damm 0,0% (8,6%)
ZWISCHENSUMME ZENTRAL 26,9% (43,3%)

Friedenau Damm 34,3% (32,3%)
Goreangab Damm 99,0 (98,7%)
ZWISCHENSUMME WINDHOEK 56,9% (55,6%)

ZWISCHENSUMME ZENTRALREGION 28,7% (44,0%)

Otjivero Damm 7,0% (15,1%)
Otjivero Schlickdamm 0,0% (1,0%)
Tilda Viljoen Damm 18,2% (60,9%)
Daan Viljoen Damm 15,6% (39,4%)
ZWISCHENSUMME GOBABIS 5,1% (12,8%)

Hardap Damm 37,4% (54,7%)
Naute Damm 77,0% (83,3%)
Oanob Damm 60,6% (80,3%)
Dreihuk Damm 5,3% (16,7%)
Bondels Damm 0,0% (1,0%)
ZWISCHENSUMME SÜD 45,7% (60,8%)

Olushandja Damm 33,5% 27,1%)
Omaruru Delta Damm 0,0% (0,0%)
Omatjenne Damm 0,0% (0,0%)

Dirk Heinrich

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