Namibia im April – Wenn das Land zur grünen „Oase“ wird

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Namibia gelbgrüner Teppich
Fotos: Christina Leutner

Namibia ist ein Land von unglaublicher Vielfalt. Ein Land, in dem die Natur ihren Farbpinsel besonders sorgfältig geschwungen hat. Beige, gelb, braun, orange und rot sind die vorherrschenden Farben.

Aber es gibt noch eine Farbe, welche sich zu gewissen Zeiten im Jahr in die Landschaft einbringt und damit Namibia während dieser Zeit in einen ganz besonderen Ort verwandelt. Weniger bekannt bei Erstreisenden ist, dass Namibia auch grün sein kann. Sehr grün. Wunderschön grün.

Normalerweise im April, gegen Ende der Regenzeit (oder je nach Laune der Natur), bahnt sich zartes Grün aus der sonst so trockenen Erde. Teppiche aus zarten, gelben Blüten und frischen, grünen Blättern; So zeigt sich Namibia nur zu bestimmten Zeiten im Jahr.

Besondere Farbkontraste bieten zu dieser Zeit die Kalahari, der Etosha Nationalpark, sowie die Namibwüste.

Die rote Kalahari in Grün

Namibia Kalahari

Die Kalahari wird oft als Wüste bezeichnet, ist jedoch eine Dornstrauchsavanne und teilweise Trockensavanne. Bekannt ist die Kalahari vor allem für ihren unverkennbaren, rötlichen Boden. Während einer Fahrt durch den Naturpark der Kalahari Anib Lodge beeindruckt der sonst in Rottönen gehaltene Boden besonders. Denn nun bricht auch Grün in Form von Gras durch den sandigen Boden. Die Wildtiere erfreuen sich an dem zarten Grün. Kudus streifen mit ihren Jungen durch den afrikanischen Busch, die Giraffen knabbern genüsslich an den frischen Blättern, und Schildkröten erfreuen sich an und in den Wasserpfützen.

Farbtechnisch spektakulär ist die Kalahari besonders bei Sonnenuntergang auf einer der roten Sanddünen. Bei Sonnenuntergang leuchtet die Sonne mit dem roten Boden um die Wette. Mit einem Getränk in der Hand ist dies ein unvergessliches Erlebnis.

Farbspiele in der Namib-Wüste

Beim Gedanken an die Namibwüste, die älteste Wüste der Welt, welche stolze 80 Millionen Jahre auf ihrem Buckel (Dünen) hat, lassen sich grüne Flecken am wenigsten vermuten. Doch auch hier sprießt das Grün durch die leichten Regenfälle.

Namibia Oryx-Antilope

So kann sich der Oryx, das Wappentier Namibias, getrost im Schatten des Busches aufhalten. Durch die leichten Regenfälle findet er nun ringsum genug zu fressen.

Heute nicht mehr grün, jedoch noch vor hunderten von Jahren, waren die Bäume im heutigen Deadvlei. Als der Tsauchab jedoch seinen Flusslauf änderte, war dies das Ende vom Grün und den Bäumen in Deadvlei.

Namibia Deadvlei

Umso grüner ist es dafür zu einer gewissen Zeit im Jahr im Etosha Nationalpark.

Grüne Kinderwiege Etosha Nationalpark

Auf dem Weg von der Namib über Swakopmund zum Etosha Nationalpark wird es spätestens im Damaraland so richtig satt grün.

Namibia Elefantenverkehrsschild

Von hier aus ist es nicht mehr weit bis ins Herz des Etosha Nationalparks. Über 22.000 km² warten darauf, erkundet zu werden. Namibias größtes Naturschutzgebiet ist zur grünen Zeit besonders schön anzusehen.

Die Tiere sind dabei, Nachwuchs zu bekommen, wie etwa die hochträchtige Löwin, welche sich in der Nähe eines Wasserlochs alleine eingefunden hat. Auch die Giraffen, Zebras und andere Wildtiere sind in Begleitung ihrer Jungen unterwegs.

Momente wie dieser sind zur feuchten Zeit aus nächster Nähe zu erleben: Ein Elefantenbulle steht unbeeindruckt neben dem Safari-Jeep. Er trinkt ausgiebig aus der Wasserpfütze, um anschließend das Wasser mit seinem Rüssel mit Schlamm zu mischen und sich zu baden.

Namibia ist ein außergewöhnliches und beeindruckendes Land. Zur kurzen, grünen Zeit jedoch präsentiert sich Namibia in einer besonders außergewöhnlichen Form, in welcher die Natur ihre Farbpalette um einen Farbton erweitert.

Christina Leutner
www.cityseacountry.com

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