Reisen nach Namibia – nur wann?

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Chobe Flutebenen
Die Flutebenen des Chobe-Flusses sind bekannt für ihren Wildreichtum.

Grundsätzlich ist Namibia ganzjährig ein tolles Reiseziel, wobei jede Jahreszeit ihre ganz eigenen Reize hat. Mit durchschnittlich 300 Sonnentagen kann man als Reisender das ganze Jahr über sonnige Aussichten genießen und ebenso in allen Monaten wohlige Temperaturen erwarten, sodass man bei der Reiseplanung die Qual der Wahl hat. Wann man nach Namibia reisen sollte, ist vor allem davon abhängig, was genau man sehen möchte und welche Reiseroute geplant ist.

Der namibische Sommer

Der namibische Sommer, der ungefähr von Dezember bis April andauert, ist Regenzeit in Namibia. Die sonst so kargen Landschaften hüllen sich in einen grünen Mantel, überall blühen zahlreiche Pflanzen. Sogar in der Wüste schaffen die grünenden und blühenden Pflanzen einen spektakulären Kontrast zu den tieforangenen Dünen. Genau wie die Pflanzenwelt scheinen auch die Tiere aus einem Schlaf zu erwachen und mit neuem Leben erfüllt zu werden: Riesige Springbockherden tollen über die nun grünen Ebenen, neugeborene Jungtiere entdecken die Welt und leuchtend bunte Vögel erfüllen die Luft mit ihren Liedern. Da in diesen Monaten auch die Zugvögel zurückkehren, ist der namibische Sommer ideal für Vogelbeobachtungen. Wer es heiß mag, ist bei den Tagestemperaturen über 30 Grad jetzt genau richtig, wobei es in bestimmten Gebieten wie der Wüste auch noch heißer wird. Abkühlung verspricht da die Küstenregion mit Swakopmund und Lüderitz, wo man bei angenehmen Temperaturen die Seele baumeln lassen kann.

Während der Dezember und Januar eine beliebte Zeit bei winterflüchtenden Europäern ist, kann man von Februar bis April das Land ganz in Ruhe und abseits aller Touristenströme noch einmal von einer ganz neuen Seite kennenlernen. In diesen Monaten profitiert man außerdem von den günstigeren Nebensaisonpreisen der Unterkünfte.

Der Sommer von Dezember bis April ist also ideal für:
– Vogel- und Jungtierbeobachtungen
– Neue Eindrücke im blühenden, ruhigen Namibia
– Entspannte Tage in der Küstenregion- Diejenigen, die heiße Temperaturen lieben

Kalahari Naturfahrt
Stimmungsvolle Naturfahrten in die roten Dünen der Kalahari sind für Touristen ein Muss.

Der namibische Winter

Der namibische Winter dauert ungefähr von Mai bis September und ist die trockenste Jahreszeit. Das macht die Monate ideal für jegliche Tierbeobachtungen, da die Tiere nun gezwungen sind, zum Trinken an die verbleibenden Wasserlöcher zu kommen. Dank angenehmer Temperaturen im ganzen Land kann man nun alle Reiseziele Namibias in vollen Zügen genießen. Tagestemperaturen zwischen 20 und 25 Grad laden zum Aktivwerden ein und machen Tageswanderungen, Mountainbike-Touren oder andere Aktivitäten zum perfekten Erlebnis. Im Gegensatz zu den Sommermonaten ist es jetzt übrigens auch möglich, eine mehrtägige Wanderung im Fish River Canyon zu buchen. Zu beachten ist aber, dass die Temperaturen in der Nacht bis auf 0 Grad abkühlen können und man daher warme Sachen für die Abendstunden einpacken sollte.

Die Monate von Juli bis September sind Hochsaison in Namibia, sodass man in dieser Zeit mit früh ausgebuchten Hotels und Lodges rechnen muss. Wer zu dieser Zeit gerne nach Namibia reisen möchte, sollte sich somit frühzeitig um eine Buchung kümmern. Alternativ lohnt sich aber eventuell auch, sich über die Nebensaison von Mai bis Anfang Juni zu informieren, wo Tierbeobachtungen grundsätzlich auch sehr gut möglich sind und man dabei aber dem großen Andrang entgeht.

Der Winter von Mai bis September ist also ideal für:
– Tierbeobachtungen auf Safaris
– Das „echte“ Namibiagefühl mit kargen, weiten Landschaften- Reiseziele wie die Namib, der Fish River Canyon oder der Caprivi-Zipfel, wo es im Sommer sehr heiß werden kann
– Diejenigen, die gemäßigte Temperaturen bevorzugen

Die kleine Regenzeit im namibischen „Frühling“

Auch die Monate Oktober und November, die als Übergangszeit von Winter zu Sommer sozusagen den namibischen Frühling darstellen, sind durchaus eine Überlegung wert. Es wird mit Tagestemperaturen zwischen 25 und 35 Grad langsam heißer im Land und die Temperaturen in der Nacht sind nicht mehr ganz so frostig. Im November kann es zu ersten Niederschlägen kommen, was dann als die kleine Regenzeit bezeichnet wird. Während sich der Oktober somit ebenfalls sehr gut für Tierbeobachtungen eignet, können sich im November schon erste Lebenszeichen der grünen Regenzeitlandschaften regen. Die Monate sind nicht so beliebt wie die Hauptmonate von Dezember bis Januar sowie Juli bis September, sodass man Namibia jetzt noch einmal ganz in Ruhe und für sich genießen kann.

Der namibische „Frühling“ von Oktober bis November ist also ideal für:
– Diejenigen, die dem Andrang der Winterzeit entgehen wollen-
Tierbeobachtungen im Oktober
– Ein kleines Hineinschnuppern in das Namibia der Regenzeit
– Diejenigen, die auch heiße Temperaturen mögen

Jana Kucharczyk

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