Roadtrip von Etosha King Nehale zur Namushasha River Lodge

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Gondwana Etosha King Nehale Lodge
Das private Wasserloch von Etosha King Nehale bietet tolle Aus- und Einblicke. Alle Fotos: Gondwana Collection.

Als wir uns am Wasserloch im Etosha-Nationalpark zuprosteten, schien eine Elefantenkuh mitzumachen. Sie nahm anmutig einen Rüssel voll Wasser und spritzte es über ihren Rücken, genau in dem Moment, als wir unseren ersten Schluck nahmen. Es war ein unbeschreiblicher Zauber, als zwei Welten aufeinandertrafen. Ich liebe Zufälle wie diese. Oder war es doch kein Zufall 

Die Bar, an der wir unser Drink genossen, gehört zum Ontalelo Outpost. Der Zugang zu diesem privaten Wasserloch ist ausschließlich Gästen der neuen Etosha King Nehale Lodge vorbehalten. Durch große Fenster, die sich aufschieben lassen, erleben Besucher die faszinierende Tierwelt des Etosha-Nationalparks hautnah. Für begeisterte Fotografen bietet sich hier die Möglichkeit für makellose Aufnahmen von Wildtieren. Dies ist kein Film dies ist echt.  

Am liebsten gehe ich dorthin, wo ich noch nie gewesen bin”, waren die Worte der Fotografin Diane Arbus. Für viele Tier- und Naturliebhaber ist Etosha kein unbekannter Ort, sondern eine eher komplizierte Liebesaffäre durch das Aufeinandertreffen verschiedener Welten Etosha King Nehale verleiht dem namibischen Tourismus eine neue Dimension. Die neue Lodge ist ein Ort, an dem ich noch nie zuvor war. Also beschlossen wir, einen Roadtrip dorthin zu machen.  

Die Lodge verbindet Etosha mit dem touristisch bisher wenig erschlossenen zentralen Norden Namibias und der einzigartigen Kultur der Aawambo. Danach folgten wir der nördlichen Grenze Namibias in östliche Richtung bis in die Sambesi-Region zur Namushasha River Lodge, wo weitere Kulturabenteur und Ausflüge in die Flussgebiete Namibias uns erwarteten. Den krönenden Abschluss bildete ein Tagesausflug in den Bwabwata-Nationalpark.   

Eine Einladung in den Königspalast   

Wenn es Zeit für das Abendessen ist, ertönt ein Gong dessen Ton verkündet: “Hört, hört, ihr seid zu den Feierlichkeiten im Königlichen Palast eingeladen.Es liegt in der Kultur der Aawambo, sich gemeinsam mit Freunden und Familie zum Essen zu versammeln. Dies findet im Herzen eines jeden Gehöfts oder Palastes statt – den Oshoto oder Oshinyangadem Ort, an dem Menschen zusammenkommen. 

In Namibia liegt es in der Kultur der Aawambo, sich gemeinsam mit Freunden und Familie zum Essen zu versammeln.

Es ist genau diese Erfahrung, die die Gäste von Etosha King Nehale erwartet. Wir trafen uns in der kreisförmigen Boma – einem Zeichen der Gemeinschaft – wo uns empfohlen wurde, unsere Schuhe auszuziehen und barfuß über den Cuvelai-Boden zu gehen. Es folgte eine lebhafte Feier mit Trommeln und Geschichtenaustausch. Diese Lebendigkeit war überall zu spüren – von Gästen und Mitarbeitern gleichermaßen.  

Auf dem Weg in den Norden  

Nachdem wir nach kurzer Zeit eine tiefe Verbundenheit zu diesem Gebiet, seinen Menschen und seinen Tieren aufgebaut hatten, führte uns unsere Reise weiter in den Norden Namibias. Das Schöne an einem Roadtrip ist, dass am Straßenrand viele verschiedene Begegnungen auf einen warten, darunter zahlreiche Eselskarren; junge Burschen, die geschickt auf ihren Eseln reiten; Frauen, die Holz oder andere Gegenstände auf dem Kopf balancieren; und Künstler, die ihr Kunsthandwerk und ihre Handarbeiten am Straßenrand verkaufen. Vielleicht kehren Sie sogar selbst mit einem leuchtend rosafarbenen Ondelela (traditioneller OshiwamboRock) nach Hause zurück. Während des Schuljahres kann man Jugendliche in ihren Uniformen auf dem Weg zu und von der Schule sehen. Es geht nichts über das freundliche Winken, dass Sie in dieser Region willkommen heißt  

Um mehr über die Region und ihre Menschen zu erfahren, sollten Sie sich eine Ausgabe von Willie Oliviers Buch mit dem Titel Discover the Colourful World of Owambo besorgen, das demnächst veröffentlicht wird.   

Ein Flussparadies  

Die Hakusembe River Lodge erwartete uns auf unserem Weg Richtung Nordosten schließlich am Ufer des Okavango-Flusses – ein starker Gegensatz zu der trockenen Region, aus der wir gerade gekommen waren. Obwohl ich kein Vogelexperte bin, erkannte ich bereits an den verschiedenen Wasservögeln, dass wir unser Tagesziel erreicht hatten. Als wir im Schatten großer Bäume durch üppiges Grün den Weg zu unseren Zimmern entlangliefen, erhaschte ich einen flüchtigen Blick auf den glitzernden Fluss und fühlte mich sofort erfrischt 

Die Hakusembe River Lodge, Nambia, erwartete uns am Ufer des Okavango-Flusses.

Die kulturellen Erfahrungen in Namibia sind vielfältig und faszinierend. Die Erkenntnis der Vielfalt kommt erst richtig zum Vorschein, wenn man einer weiteren fesselnden Kultur begegnet der Kultur der Kavango. Eine Reise zum Lebenden Museum der Mbunza ist sehr empfehlenswert, um einen detaillierten und authentischen Einblick in ihre Kultur zu erhalten. Man erhält reichlich an Informationen und erlebt den Alltag der Menschen hier, darunter das Fischen mit traditionellen geflochtenen Fallen, Schmieden, der Gebrauch von Heilpflanzen, ein afrikanisches Brettspiel im Sand und eine Kostprobe der Mangetti-Frucht. Zum Abschluss des Tages verzaubert eine Bootsfahrt bei Sonnenuntergang auf dem Okavango alle Herzen.  

Namushasha River Lodge  

Nach einem äußerst gastfreundlichen Aufenthalt am Okavango setzten wir unsere Reise in Richtung Namushasha River Lodge am Kwando-Fluss fort. Ein Ort, von dem Wildliebhaber schwärmen und an dem Vogelfreunde zwischen Mopane Bäumen ihr Herz verlieren. Aufregende Erlebnisse waren für die kommenden Tage an der Tagesordnung. 

Es lohnt sich immer, hier ein paar Tage zu verbringen. Einer der Höhepunkte ist ein Besuch des wildreichen Bwabwata-Nationalparks, der ein völlig anderes Erlebnis als Etoscha bietet. Ein Besuch im Namushasha Heritage Centre ermöglichte uns ein weiteres einzigartiges kulturelles Erlebnis – diesmal beim Kennenlernen der Mashi-Gemeinschaft.  

Einer der Höhepunkte ist ein Besuch des wildreichen Bwabwata-Nationalparks, Namibia.

Am letzten Abend unseres Roadtrips, bevor wir über Katima Mulilo zurück nach Windhoek flogen, saßen wir auf dem Deck mit Ausblick auf den Kwando. Die Sonne ging unter und tauchte den Fluss in reiche Farbtöne. Glücklich und voller Dankbarkeit dachte ich an all die Zufälle”, von denen unsere Reise begleitet wurde. Aber vielleicht ist der Zufall einfach nur eine emotionale Verbindung in reinster Form.  

Annelien Murray  

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