Ruhe bewahren angesichts einer Schwarzen Speikobra

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Schwarze Speikobra
Eine Schwarze Speikobra, aufgenommen im Gondwana Kalahari Park in der Nähe von Mariental. Foto: Lance Rentel

Im Süden Namibias ist die Schwarze Speikobra (Naja nigricincta woodi) zu finden. Sie ist eine Unterart der Südwestafrikanischen Speikobra (Naja nigricincta nigricincta), die im Volksmund als Zebraschlange bekannt ist. Die schwarze, bis zu zwei Meter lange Schlange bevorzugt Trockenflüsse und trockene Gegenden mit zahlreichen Versteckmöglichkeiten.

Wie jede Schlange versucht auch die Speikobra bei Gefahr zu flüchten, aber wenn sie sich in die Enge getrieben fühlt, richtet sie sich in typischer Kobrapose auf und kann ihr Gift zielgenau bis zu zwei Meter weit direkt in die Augen des Gegenübers spritzen. Das wird dadurch ermöglicht, dass die Öffnung vorne an den beiden Giftzähnen kein rundes Loch sondern ein leicht gekrümmter Spalt ist und das mit Druck herausgepresste Gift einen Drall erhält. Auf diese Art und Weise kann das Gift eine beachtliche Entfernung in eine bestimmte Richtung zurücklegen.

Das Gift ist zytotoxisch, d.h. gewebezerstörend, und es gibt kein Serum gegen Bisse dieser Schlangenart. Bei einer Begegnung mit der Schwarzen Speikobra sollte man sich – wie bei allen Schlangen – ruhig verhalten und sich langsam zurückziehen. Die Speikobra ernährt sich von kleinen Säugetieren, Reptilien, Vogeleiern und -küken sowie Fröschen. Eine Schwarze Speikobra, die Anton von Wietersheim im Dachboden des Farmhauses auf der Farm Gras fing, hatte mehrere Fledermäuse gefressen. Diese Kobras sind tag- und nachtaktiv.

Dirk Heinrich

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