Trotz Lockdown: Patrouillen gegen illegales Fischen

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Illegales fischen
Mitglieder der namibischen Polizei und Beamte des Fischereiministeriums patrouillieren in den Überschwemmungsgebieten östlich von Katima Mulilo gegen illegalen Fischfang.

Bei Patrouillen der namibischen Polizei (NamPol), zusammen mit den namibischen Verteidigungskräften (NDF) und Beamten des Ministeriums für Fischerei und Meeresressourcen sind in nur zwei Tagen sechzehn Sambier festgenommen worden, die illegal die Grenze nach Namibia überquert hatten. Es wurden insgesamt 505 Kilogramm frischer kleiner und junger Fisch, fünfzehn Kilogramm getrockneter kleiner Fisch, vierzehn zum Fischen verwendete Moskitonetze und zwölf verbotene Monofilamentnetze beschlagnahmt. Die Sambier stammten aus dem etwa 160 km entfernten Livingstone und fischten in den Überschwemmungsgebieten in der östlichen Sambesi-Region.  

Illegales fischen
Polizeibeamte, NDF-Personal und Beamte des Fischereiministeriums laden die persönlichen Habseligkeiten von verhafteten Ausländern ab, die sich in Namibia aufhielten und illegal fischten.

Die Sambier wurden nicht nur wegen illegaler Einreise ins Land, sondern auch wegen Verstoßes gegen die restriktiven Maßnahmen während des Lockdowns, illegalen Fischfang und illegalen Fischfang mit Moskitonetzen angeklagt. Die Beamten von NamPol, NDF und Fischerei patrouillieren mit Booten auf dem Hauptfluss und den angrenzenden Überschwemmungsgebieten, da große Gebiete mit Wasser bedeckt sind. Der beschlagnahmte Fisch wurde an armutsgefährdete Gemeinden weitergegeben und auch für die Insassen der Polizeistation in Katima Mulilo verwendet. 

Bei weiteren Patrouillen mit Fahrzeugen und Booten wurde eine große Anzahl von Moskitonetzen von Namibiern und ihr Fang beschlagnahmt. Alle Netze wurden verbrannt. 

Da viel Wasser in die Überschwemmungsgebiete in der östlichen Sambesi-Region fließt, halten sich viele Fische in den warmen, niedrigliegenden Gebieten auf, wo die jungen und kleinen Fische reichlich Nahrung und Schutz finden. Oft werden die illegalen Netze an Durchlässen aufgestellt, wo die Fische ihren Weg in die Überschwemmungsgebiete finden.  

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Der Fang einiger Frauen, der innerhalb weniger Minuten mit Moskitonetzen ergattert wurde. Viele der Moskitonetze wurden der Bevölkerung zum Schutz vor Malaria zur Verfügung gestellt, aber die Netze werden zum Fischen genutzt.

Die Beamten kontrollierten nicht nur im Maningimanzi-Gebiet bei Lisikili, sondern auch in anderen Gebieten in der Nähe des Sambesi und zogen auch in den Chobe und die dort angrenzenden Überschwemmungsgebiete. Ein großer Teil der Gemeinden in diesem Gebiet ist vom Fischen abhängig, wobei beim fangen die Regeln und Vorschriften des Ministeriums für Fischerei und Meeresressourcen beachtet werden müssen. Zusätzlich müssen die Gemeinden nun auch die Vorkehrungen des wegen COVID-19 ausgelösten Ausnahmezustands befolgen. Diese strengen Vorschriften werden von den Strafverfolgungsbehörden implementiert. 

Die nachhaltige Nutzung der erneuerbaren natürlichen Ressourcen ist wichtig für die Gemeinden, den Tourismus und die Umwelt. 

Dirk Heinrich 

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